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Naturland Fair

schon seit 1989 startet Naturland Fair in den Tag

Wofür steht Naturland-Fair?

Das Naturland Fair-Siegel steht für ökologisch erzeugte Lebensmittel, die fair gehandelt werden.  Lebensmittel können so produziert werden, dass Menschen, Umwelt und Gesellschaft profitieren. Naturland fördert die ökologische Erzeugung und gesellschaftliche Anerkennung des Öko-Landbaus. Wichtige Aspekte sind unter anderem: Schutz der Umwelt, nachhaltige Nutzung der Ressourcen und Ernährungssicherung zur Verbesserung der Lebensgrundlage der Menschen.

Dies erreicht „Naturland Fair“ unter anderem über den Agroforstanbau. Agroforstsysteme, wie sie unter dem Produkt Kaffee bereits vorgestellt sind, spielen bei Naturland eine wichtige Rolle. Diese Art des Anbaus ist bei „Naturland Fair“ für Kaffee und Kakao vorgeschrieben. Hier unterscheidet sich das Siegel auch von EU-Bio. Naturnahe, wertvolle Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt stehen im Zentrum des Kaffee- und Kakaoanbaus.

Die Vorteile sind unter anderem: Schädlinge zu reduzieren, Obst und Holz durch Schattenpflanzen, Laub- und Wurzelmasse, Biomasse als natürlicher Dünger und Schutz vor Erosion und Austrocknung, Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaextremen und Ernährungssicherung.

 

Was bestimmen ihre Richtlinien?

Naturland fair achtet auf verlässliche Handelsbeziehungen. Ziel ist eine langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit auf der Basis von Dialog, Transparenz und Respekt. Sie gewährleisten den Erzeugern und Verarbeitern über einen größeren Zeitraum mehr Planbarkeit, Sicherheit und Stabilität.

Faire Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse/Rohstoffe haben die Erhaltung der Existenzgrundlage der Erzeuger und Mitarbeitenden im Blick. Sie sind nicht auf den jeweils günstigsten Anbieter ausgerichtet. Der Preis berücksichtigt die Abdeckung der in der Region üblichen durchschnittlichen Produktionskosten und einen angemessenen Gewinn für entsprechende Zukunftsinvestitionen.

Bevorzugt werden sich entwickelnde Strukturen vor Ort. Daher erfolgt der Bezug von Rohstoffen regional. Im Zentrum stehen die lokale Produktion zur Ernährung der Bevölkerung und die regionale Vermarktung. 

Die Existenzsicherung von kleinbäuerlichen Strukturen ist vor allem für wirtschaftlich benachteiligte Regionen von großer Bedeutung. In Regionen, in denen die Landwirtschaft den wichtigsten Sektor darstellt, kann eine Fokussierung auf die bäuerlichen Strukturen Armut reduzieren, Ernährung sichern und die Produktivität steigern. Aus diesem Grund setzt sich Naturland Fair dafür ein, politische und wirtschaftliche Hürden abzubauen, um die Entwicklung der Kleinbauern zu unterstützen und ihnen Vorrang zu gewährleisten. 

Das Zusammenspiel aus ökologisch und sozial

Ökologisch

  • natürliche Pflanzenstärkung
  • organische Düngung und Fruchtfolgen
  • biologische Vielfalt
  • artenreiche Kulturlandschaft
  • artgerechte Tierhaltung mit regionalem Öko-Futter

Sozial

  • Ökoland als erster Ökoverband, der Sozialrichtlinien einführte
  • Menschenrechtscharta
  • Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen
  • Menschenrechte
  • freie Arbeitswahl
  • Gleichstellung