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Siegel

Bild KI-generiert (Chat GPT)

Wenn wir konsumieren, stolpern wir unvermeidlich über zahlreiche Siegel. Doch was steckt wirklich dahinter?

Man unterscheiden bei Lebensmittelkennzeichnungen zunächst zwischen:

  • verpflichtenden Kennzeichnungen, die durch EU-Recht geregelt sind, wie bspw. das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder die Angabe von Allergenen, die auf jedem Lebensmittel abgebildet werden müssen
  • und freiwilligen Kennzeichnungen und Labels, die zusätzliche Informationen bereitstellen, wie bspw. verschiedene Bio-Siegel oder das Fairtrade Siegel.

Siegel funktionieren wie Markenzeichen, die besondere Produkteigenschaften sichtbar machen sollen. Doch sie unterscheiden sich stark darin, wofür sie stehen, wie streng sie geprüft werden und wie transparent ihre Kriterien sind.

Hinter den meisten Siegeln stehen private Organisationen oder Vereine, die selbst festlegen, welche Anforderungen erfüllt sein müssen. Nur wenige Auszeichnungen, wie etwa das EU-Bio-Siegel, beruhen tatsächlich auf einer gesetzlichen Grundlage. Damit ein Hersteller ein Siegel nutzen darf, muss er seine Produkte oder Herstellungsprozesse freiwillig prüfen lassen und sich an klar definierte, überprüfbare Vorgaben halten. Ob die Anforderungen eines Produkts für das jeweilige Siegel gegeben sind, wird dann durch eine unabhängige Kontrollstelle überprüft. Diese Kontrollstellen nutzen die Kriterienkataloge der jeweiligen Siegel und überprüfen, ob diese erfüllt werden.

Die Zertifizierungen selbst können Qualitätserwartungen beim Kunden erzeugen – daher werden sie gerne für Werbung genutzt. Sie können somit aber auch eine bewusste Entscheidung für einen nachhaltigen Konsum begünstigen.

Es gilt jedoch: Vorsicht vor Greenwashing!

Verpackungen werden gerne grün gestaltet oder mit verschiedenen Symbolen versehen, um nachhaltiger zu wirken und sich besser zu verkaufen. Deshalb sollte man bei Lebensmittel-Zertifizierungen genau hinschauen, welche Begriffe tatsächlich geschützt sind. Gesetzlich geschützt sind die Worte: „Bio/biologisch“ sowie „Öko/ökologisch“ – aber es gibt auch Tricks, denn Formulierungen wie: „aus umweltschonendem Anbau“ oder „aus kontrolliertem Anbau“ sind häufig nicht mit echten Bio-Kriterien vergleichbar.

Lass dich nicht von der Farbe Grün täuschen! Während „Bio“ ein echtes Versprechen ist, ist „naturnah“ oft nur eine hübsche Verpackung. Wer wirklich nachhaltig kaufen will, muss hinter die Fassade der Siegel schauen.

Dich interessiert, welche Labels was können? Hier kommst du zum Labelchecker, der dir einen einfachen Überblick verschafft.

Wenn du Genaueres über einzelne Zertifizierungen wissen möchtest, dann klicke einfach auf die jeweiligen Logos:

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Fairtrade
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Naturland Fair
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Rainforest Alliance
Demeter_RGB
Demeter
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EU-Bio-Siegel